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Streifenfluren – HOTSPOTS der Biodiversität — Unbeachtetes Waldviertel Streifenfluren von OBEN

22. November 2019 @ 20:00 21:00

Kulturhaus
Hans-Lenz-Straße 13
3950 Gmünd

2 Vorträge zum Thema „Streifenfluren“.  Beamer-Show jeweils 20 Minuten. Vorher Einführung, nachher Diskussionsmöglichkeit.

Streifenfluren – HOTSPOTS der Biodiversität

Die außergewöhnliche Landschaft des Waldviertels besticht durch seine reiche Ausstattung mit vielfältigen Landschaftselementen. Eine europäische Besonderheit der Flurgestaltung ist das  zauberhafte STREIFEN – und  TERRASSENLAND. Das mühevolle Roden und Anlegen der Streifen war eine Meisterleistung bäuerlicher Landschaftsgestaltung unter primitivsten Voraussetzungen.

Viele Jahrzehnte der Isolation am Eisernen Vorhang haben hier ein doppeltes Erbe bewahrt:

Das kulturhistorische Erbe der Streifenfluren, das man durchaus mit dem Weltkulturerbe asiatischer Reisterrassen vergleichen kann.

Das außergewöhnliche Naturerbe der Kulturlandschaft,das durch seine Naturnähe eine zusätzliche Wertsteigerung schafft.

Beachtenswerte Artenvielfalt. Stufenrainlandschaft: Um die Erosion des fruchtbaren Bodens an den Hängen zu verhindern, legte man Terrassen mit ebenen Ackerflächen und steilen Rainen an.  In „Roa und Bicherl“ existieren vielerorts heute noch uralte Lebensgemeinschaften. Die Gesamtheit dieser Raine ist auf Grund ihrer gewaltigen Fläche ein gut vernetztes Biotopsystem mit hoher Naturnähe  – ein Topspot der Biodiversität.

 

Unbeachtetes Waldviertel

Streifenfluren von OBEN

 

Der hohe Wert dieser europäischen Einmaligkeit ist im  Heimatgefühl der Waldviertler  noch wenig verankert. Besonders eindrucksvoll kann man diese zauberhafte Landschaft aus der Vogelperspektive erleben. Hier erkennt man, welchen unbeachteten Schatz wir zu hüten hätten.